Geschichte der Gemeinde

Die Evangelische Pfarrgemeinde A. B. Wien‑Lainz stellt sich vor:

Ein rundes Glasfenster, mit Metallstangen in sechs Abschnitte unterteilt. Das Glas ist leicht gewellt und in blassen Pastellfarben: blau, rot, grün, gelb, blassgelb, rosa.

Vor dem Zweiten Weltkrieg wurden in der Evangelischen Gemeinde Wien-Hietzing bereits Überlegungen angestellt, im Raum Lainz eine Kirche zu errichten.

Nach dem Krieg erbaute hier die von Pfarrer Heinrich Meder gegründete „Neusiedler“-Baugenossenschaft die so genannte „Wartburg-Siedlung“, um den vorwiegend evangelischen Flüchtlingen aus Siebenbürgen und anderen deutschsprachigen Siedlungsgebieten in Ost- und Südosteuropa in Wien eine neue Heimat zu bieten.

1956 wurde der Hietzinger Vikar Erwin Schneider zur Betreuung der Predigtstelle in Lainz berufen, am 25. September desselben Jahres wurde ein Predigstationsausschuss gebildet. Bereits mit 1. Jänner 1957 genehmigte der Oberkirchenrat auf Antrag der Hietzinger Muttergemeinde die Errichtung der Tochtergemeinde Lainz, deren neu gewählte Gemeindevertretung am 19. März 1957 angelobt wurde.

In den Jahren 1957-1960 wurden zunächst das Pfarrhaus samt Kindergarten und anschließend die „Friedenskirche“ errichtet, die Kirchweihe erfolgte am 27. November 1960.

Am 1. Oktober 1961 wurde Lainz selbständige Pfarrgemeinde. Zum ersten Pfarrer wurde Erwin Schneider bestellt und am 1. Juli 1962 in sein Amt eingeführt, das er fast ein Vierteljahrhundert ausgeübt hat.

Aquarellbild: Eine weiß-hellgelbe Kirche mit einem hohen, eckigen Kirchturm, einigen Fenstern, einem Säulengang davor und Bäumen rundherum

Zu seinem Nachfolger wurde 1986 Pfarrer Beowulf Moser gewählt; seine Amtseinführung fand am 14. September 1986 statt. Nach 26 Jahren als Pfarrer in Lainz ist Herr Pfarrer Moser am Reformationstag 2012 in den Ruhestand getreten.

Zur Nachfolgerin von Pfarrer Beowulf Moser wurde im Jahr 2013 Pfarrerin Eva Harasta gewählt. Ihre Amtseinführung fand am 17. November 2013 statt.

Die Pfarrgemeinde Wien-Lainz ist die zahlenmäßig kleinste evangelische Gemeinde innerhalb der Wiener Superintendenz. Sie umfasst den zentralen Teil des 13. Wiener Gemeindebezirks. Der große Bereich nördlich des Roten Bergs und des Küniglbergs gehört zur Pfarrgemeinde Wien-Hietzing (Kreuzkirche, Cumberlandstraße 48, 1140 Wien), das Gebiet südlich des Lainzerbachs zur Pfarrgemeinde Wien-Liesing (Johanneskirche, Dr. Andreas-Zailer-Gasse 3, 1230 Wien). Im Jahr 2013 gehörten der Pfarrgemeinde 1081 Evangelische an, bei ihrer Gründung hatte man noch 2400 Gemeindeglieder gezählt.

Räume zum Beten, Feiern und Leben

Die ersten Gottesdienste der Predigtstelle bzw. -station Lainz wurden in der Kapelle des Altersheimes, des nunmehrigen Geriatriezentrums am Wienerwald, gehalten. Unmittelbar nach der Einrichtung der Hietzinger Tochtergemeinde Lainz begannen intensive Bauverhandlungen.

Ein großes Metallkreuz hängt an zwei Ketten von der Decke. Es ist in Segmente unterteilt.
Ein Kreuz mit Szenen aus dem Leben von Jesus. Der Text lautet: Gelitten. Gestorben. Erstanden. Für uns

Am 13. Oktober 1957 fand die Grundsteinlegung des Gemeindezentrums „Evangelische Friedenskirche in Wien“ nach Plänen des Architekten DI Rudolf Angelides statt. In einer ersten Baustufe wurde das Pfarrhaus samt einem Kindergarten errichtet, der bereits am 20. Oktober 1958 eröffnet werden konnte. Der Bau der Kirche begann im Frühsommer 1959, am 1. Adventsonntag, dem 27. November 1960, erfolgte die Kirchweihe durch Bischof D. Gerhard May.

Von der Decke des schlichten und ansonsten schmucklosen Kirchenschiffes hängt vor der Apsis ein aus Metallplatten getriebenes Kreuz, das vom akademischen Bildhauer Heinz Glawischnig geschaffen wurde. Altar, Kanzel, Gestühl und Verkleidung der Galerie sind aus dunklem Eichenholz. Der Gemeindesaal ist vom Kirchenschiff durch eine Falttüre getrennt.

Am 27. November 1966, ebenfalls an einem 1. Adventsonntag, die nach der Disposition von Gerhard Löffler durch die Orgelbaufirma Dreher & Reinisch (Salzburg) errichtete Orgel mit 18 Registern geweiht.

Der seitlich an das Kirchenschiff angeschlossene Turm bietet drei Glocken Platz. Die erste Glocke erklang erstmals am 2. Oktober 1983, die zweite zum Reformationsfest am 31. Oktober 1989. 1995 entstand auf der Empore der Kirche ein neuer Jugendraum, im selben Jahr wurden die Fassaden des Pfarrhauses und des Kirchenschiffs renoviert und mit hellen, warmen Farben frisch gestrichen; 1996 wurde nach einem Gebrechen eine neue Gasheizung installiert. Im Jahr 2013 wurden die Räume des Pfarrbüros und die Pfarrwohnung renoviert.

So klingen unsere Kirchenglocken!

www.youtube.com/watch?v=FHujMJ7pqZM&t=22s

Neuere Entwicklungen

Im Juli 2015 wurde Pfr. Dr. Kühneweg zum neuen Pfarrer der Friedenskirche gewählt, welcher jedoch Mitte September schwer erkrankte und seine Amtseinführung nicht antreten konnte.

Ab 1. September 2016 wurde unserer Gemeinde Frau Mag. Judith Pail als Pfarramtskandidatin zugeteilt. Am 24. September 2017 wurde sie zur Pfarrerin der Friedenskirche amtseingeführt. Zur Zeit befindet sie sich in Karenz, die Gemeinde wird von Pfarrerin Angelika Reichl und Pfarrer Thomas Dopplinger administiert.

Foto: Hellgelber Kirchturm, oben flach mit Kreuz, weiter unten mit gitterartig angeordneten, kleinen runden Fenstern. Davor ein überdachter Säulengang.

Möchten Sie sich auch über die Gegenwart und unmittelbare Zukunft der evangelischen Pfarrgemeinde A.B. Wien-Lainz informieren?

Dann schauen Sie sich doch ein bisschen auf diesen Internetseiten um…